Online-Yoga vs. Yoga im Studio – in Köln

Online-Yoga vs. Yoga im Studio – in Köln

Zugegeben, hätte man mir vor Pandemiebeginn von Online-Yoga und „Yoga Live Streams“ erzählt, hätte ich sofort dankend abgelehnt. Nie im Leben hätte ich Yoga mit Videotelefonie-Anbieter in Verbindung gebracht. Damals bin ich 1-2 Mal die Woche fröhlich zum Yoga-Studio spaziert und habe mich auf 90 Minuten Bewegungen und Atem gefreut.

Na gut, vielleicht musste ich mich manchmal auch dazu zwingen, weil das Sofa nach der Arbeit doch sehr gemütlich war 😉 Wenn ich dann auf meiner Matte saß, neben vielen anderen Yoga-praktizierenden Menschen, mein Handy lautlos im Schrank verstaut, und dem Gemurmel meiner Matten-Nachbarinnen lauschend – Dann konnte ich so gut abschalten und freute mich auf meine „Me-Time“.

Online-Yoga zwischen Online-Meetings und Deadlines

Während ich dies schreibe, merke ich, wie ich etwas wehmütig werde. Denn: Seitdem im März 2020 alle Yoga-Studios ihr Kurs-Programm pandemiebedingt ins Web verlagerten, hat sich auch meine Praxis total verändert. Solidarisch gestimmt und dankbar zugleich nahm ich anfangs an mehreren Online-Kursen von Yoga-Studios teil. Ich genoss es, auch zwischendurch „mal schnell“ einen Yoga-Kurs zu besuchen, da ich meine Yogamatte quasi direkt neben meinem Schreibtisch ausrollen konnte. Aus meiner bewussten „Me-Time“ wurde jedoch ein immer kürzeres Asana-Intermezzo zwischen Online-Meetings und Deadlines. Aus eineinhalb Stunden Yoga-Praxis wurden erst 60 Minuten, dann 30, dann, 20, dann 10…

Und auch wenn die Yoga-Studios schon lange wieder geöffnet haben und sie alle auch noch ein breites Angebot an langen Online-Kursen anbieten – es fällt mir total schwer, wieder in meine ursprüngliche Yoga-Routine zurückzufinden. Mein Alltag ist nicht unbedingt voller geworden, trotzdem fehlt mir scheinbar die Zeit für Yoga-Sessions, die länger als eine halbe Stunde dauern. Der Gang zum Yoga-Studio ist mir außerdem nun viiiel zu weit – die Matte ist ja ohnehin schon in meinem Wohnzimmer ausgerollt, wieso also vor die Türe?

Wo bleibt das After-Yoga-Gefühl nach dem Online-Yoga?

Dabei vermisse ich das bewusste sich Zeit nehmen für mich und mein Yoga total. Und genauso das Gefühl, nach einer erfüllenden Yoga-Stunde wie in Trance aus dem Studio zu schweben. Denn – und das ist für mich der große Unterschied zwischen Online-Yoga und Yoga im Studio: Wenn ich in meinem Wohnzimmer alleine vor dem Laptop übe, dann will sich dieses wunderbar wohlige After-Yoga-Gefühl einfach nicht einstellen.

Was ist es, was mir also fehlt bei meiner Solo-Yoga-Praxis? Mittlerweile bin ich mir sicher: Es ist das gemeinsame Üben mit anderen Menschen. Menschen, mit denen ich oft nicht mehr als ein „Hallo“ und „Tschüss“ wechsele. Zu denen ich aber trotzdem eine Verbindung spüre. Einfach, weil wir zusammen Yoga praktizieren. Weil sie aus ähnlichen Gründen wie ich hier sind – wegen der Bewegung, dem Atem, wegen Yoga eben.

Mehrere Menschen praktizieren Yoga in einem Yoga-Studio.

Mein Vorsatz: Ich möchte wieder öfter gemeinsam mit anderen Yoga praktizieren

Für 2022 habe ich mir deshalb vorgenommen: Ich möchte öfter gemeinsam mit anderen Menschen üben – und die vielen tollen Yoga-Studios in Köln unterstützen. Sei es nun im Studio-Kurs oder online: Sie alle bieten mittlerweile für jede Vorliebe ein breites Kurs-Angebot an. Da muss man ja schon mal sagen: So viel Flexibilität und Auswahl hatte man als Yogi/ni vor Corona nicht. An dieser Stelle ein großes Lob an an unsere Kölner Yoga-Studios: Was ihr nach dem Pandemiebeginn in kürzester Zeit auf die Beine gestellt habt, ist wirklich mega!

Deshalb heute unser Aufruf an euch: Freut euch, dass wir eine solch vielfältige Yoga-Studio-Landschaft in Köln haben – und nutzt sie auch! Denn auch die Studios brauchen in dieser schwierigen Zeit nämlich ein bisschen Support. Wie schade wäre es denn, wenn uns unsere Yoga-Community verloren ginge. Also wir checken jetzt erst mal ein in unsere Lieblings-Kurse – und ihr so? 😉

Das sagen Anna und Dani dazu:

Dani:

„Ich liebe das Zusammensein im Yoga-Studio: Matte an Matte gemeinsam atmen und schwitzen. Mir fehlt es sehr, gemeinsam zu praktizieren. Aber auch ich war in den vergangenen zwei Jahren eher selten bis gar nicht im Yoga-Studio. Obwohl es bereits wieder viele Möglichkeiten gibt habe ich meinen „inneren Schweinehund“ noch nicht besiegt, ich arbeite jedoch sehr daran. Also: Wir sehen uns ganz bald wieder live und in Farbe beim Yin Yoga, liebe Elisabeth Budenz.“

Anna:

„Ich übe ausschließlich im Yoga-Studio. Denn ich mag auf die unvergleichliche Energie der Gruppe einfach nicht verzichten. Es tut so gut gemeinsam zu praktizieren. Daher mein Aufruf: Matte packen, ab ins Yogastudio!“

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